Braucht Europa eine Gesundheitsunion?

Anne Bucher schreibt für die Wirtschafts-Think Tank mit Sitz in Brüssel (Bruegel), dass die Gesundheitsergebnisse in der Europäischen Union im internationalen Vergleich gut sind, selbst im Vergleich zu anderen entwickelten Volkswirtschaften, und sich vor COVID-19 kontinuierlich verbessert haben. Dies spiegelt die Übereinstimmung der Ziele der Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden mit dem übergeordneten sozioökonomischen Ziel des Wohlstands wider und legt nahe, dass eine radikale Überarbeitung der EU-Gesundheitspolitik nicht erforderlich ist. Die EU könnte jedoch in einigen Bereichen von einer engeren Integration profitieren und bei der Gewährleistung eines hohen Gesundheitsschutzniveaus wirksamer sein. Die EU könnte in folgenden Bereichen tätig werden:

  • Weiterentwicklung des Ansatzes der Gesundheitsunion, um grenzüberschreitende externe Effekte anzugehen und die Gesundheitssicherheit zu verbessern.
  • Einrichtung von Systemen zur Überwachung nicht übertragbarer Krankheiten und Festigung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
  • Bedenke die 'Gesundheit in allen Politikbereichen Grundsatz zur besseren Organisation, Koordinierung und Konsolidierung der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die den Gesundheitsschutzmaßnahmen in sektoralen Rechtsvorschriften zugrunde liegen, und zur systematischeren Anwendung der Regeln für eine bessere Rechtsetzung auf die gesundheitlichen Auswirkungen der EU-Politik.
  • Unterstützen Sie die digitale Transformation der Gesundheitssysteme und setzen Sie sich hohe Ziele für die Europäischer Gesundheitsdatenraum Initiative, die eine kritische Infrastruktur für die Zukunft der Gesundheitsforschung, Regulierung und Politikgestaltung darstellt. Mehrere nicht gesundheitspolitische Ziele der EU (Kohäsionspolitik, Europäische Säule sozialer Rechte, Wirtschaftsführung) sind mit der Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme verknüpft. Ein gemeinsames Verständnis darüber, wie diese Leistung gemessen werden kann, würde diese Richtlinien auf konsistente Weise beeinflussen.
  • In einem ersten Schritt sollte die Überwachung gesundheitlicher Ungleichheiten verbessert werden, einschließlich solcher im Zusammenhang mit dem Zugang zu und der Qualität der Gesundheitsversorgung.

Den vollständigen Richtlinienbeitrag finden Sie hier. 

Typ
Datenquellen, Dokument der staatlichen/institutionellen/öffentlichen Gesundheitsbehörde, Richtlinien- und Richtlinienanalyse
Thema
Digital, eHealth und mHealth, Digitalisierung, Gesundheitskompetenz, Governance, Gesundheit in allen Politikbereichen, Ökonomie des Wohlbefindens, Gesundheitsfolgenabschätzung, nachhaltige Entwicklung, Gesundheitssysteme und -dienste, medizinische Grundversorgung, integrierte Systeme, Präventionsdienste, Gesundheitspersonal
Land
Europa
Mitgliedschaft
Europa
Jahr
2022


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